[Lesetipp] Since you’ve been gone – Morgan Matson

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Kennt ihr sie auch- diese magischen Nächte im Sommer? Während ein paar Monaten in der Mitte des Jahres erscheinen einem die Tage und Nächte nahezu unendlich. Die Erfüllung, wenn die Hitze des Tages der beginnenden Kälte des Abends weicht und eine noch verborgene geheimnisvolle Nacht unbegrenzter Möglichkeiten ankündigt. Wenn alles von hell nach dunkel wechselt und das Glitzern zum Schatten wird. Beides ist gleichermaßen besonders. Alles erscheint mit einem Zauber überzogen, der gewöhnliche Dinge, Essen, Begegnungen, Erlebnisse in ein außergewöhnliches Licht taucht. Es ist so eine ganz einzigartige Stimmung, die für mich nur zu dieser Zeit existiert und mit der ich die schönsten Erinnerungen verbinde. Genau dieses Gefühl entsteht in mir, wenn ich die Bücher der Autorin Morgan Matson lese.

Mittlerweile sind es drei Stück, die erschienen sind. Ihr Debütroman „Amy & Roger’s Epic Detour“ zählt zu meinen Lieblingsbüchern und bleibt auch weiterhin mein Favorit von allen. Doch trotzdem hat Morgan Matson es auch mit ihren beiden Folgeromanen geschafft, mich vor allem für die Lesestimmung und für die Charaktere ihrer Geschichten zu begeistern. Worum geht es zunächst einmal in ihrem aktuellen Buch „Since you’ve been gone“?

Before Sloane, Emily didn’t go to parties, she barely talked to guys, and she didn’t do anything crazy. Enter Sloane, social tornado and the best kind of best friend — someone who yanks you out of your shell. But right before what should have been an epic summer, Sloane just . . . disappears. No note. No calls. No texts. No Sloane. There’s just a random to-do list with thirteen bizarre tasks that Emily would never try. But what if they can lead her to Sloane?

Apple picking at night? Okay, easy enough.

Dance until dawn? Sure. Why not?

Kiss a stranger? Wait . . . what?

Go Skinny Dipping? Um . . .

Die Reise, auf die die Autorin ihre Protagonistinnen schickt, führt sie meist an einen unbekannten Ort, zu einem weiteren Horizont. Nicht nur geografisch betrachtet, sondern auch auf sich selbst bezogen. Für mich als Leser stellt sich dabei immer die Frage, wo diese Reise hinführen wird und ob die Hauptfigur dieses Ziel erreichen wird. Diesmal habe ich mich anfänglich etwas schwer getan, Sympathie für die Protagonistin oder die Nebenfiguren aufzubringen. Das ist bei einem guten Buch auch nicht immer notwendig, aber in dem Fall von Morgan Matson schon sehr hilfreich, da man das ganze Buch über immer sehr nah an ihrer Seite und an ihrer Gefühlswelt ist.

Während mich die beiden Vorgänger immer gleich in die Handlung reingezogen haben, hat es hier ein bisschen länger gebraucht, um zu ihnen zu finden. Doch dann hat es mich wie sonst auch gepackt und ich war in der Summerbubble angekommen. Ich habe das Buch bewusst abends gelesen, wenn die Stimmung der im Buch glich, da es die Worte perfekt untermalt hat.

Anfänglich hat es mich irritiert, dass Emily, die alles aus ihrer Sicht erzählt, so abhängig von ihrer besten Freundin Sloane ist und für einen Teenager so unselbstständig zu sein scheint. Zusätzlich haben mich die wechselnden Perspektiven von der Gegenwart zur Vergangenheit immer daran gehindert, an der jetzigen Emily dranzubleiben. Im Verlauf des Buches hat die Autorin immer mehr Schichten von ihr abgeschält und der Eindruck hat sich gewandelt. Besonders in Verbindung mit Frank, der sie unerwarteterweise durch diesen Sommer begleitet, konnte ich einen Zugang zu ihr finden. An einigen Stellen hätte ich mir sogar gewünscht, mehr über die beiden, als die Freundschaft von Emily und Sloane zu erfahren. Besonders gefallen haben mir bei diesem Buch die Nebenfiguren, die ein bisschen freakig, aber aufgrund ihrer Eigenheiten sehr liebenswürdig sind. Alle zusammen haben eine bunte Mischung ergeben, die sich auch in den gemeinsamen Erlebnissen der Figuren widergespiegelt hat.

Ihr Unternehmungen entlang der Liste und die Dinge, die sich auf diesem Weg spontan ergeben, ließen mich oft lachen und haben dieses spezielle Sommergefühl in mir aufleben lassen. Am Ende war ich beruhigt, dass einige lose Handlungsstränge zusammengeführt wurden und sich ein zufriedenstellendes Gesamtbild ergeben hat. Viel mehr kann man an dieser Stelle leider nicht zur Lektüre und den Figuren sagen, da es zu viel verraten würde. Ihr solltet dieses Buch einfach selbst während einer lauen Sommernacht mit einer bunten Sonnenbrille auf der Nase und einem kühlen Getränk in der Hand lesen.

„Since you’ve been gone“ ist ein unterhaltsames und nicht zu leichtes Sommerbuch, dass in gewohnter Manier der Autorin eine physische Reise mit einer emotionalen verbindet. Ihrem bisherigen Erzählmuster treu war es an manchen Stellen ein bisschen vorhersehbar und ich hätte mir für einige Ereignisse mehr Tiefe gewünscht, als für andere. Trotzdem kann ich das Buch als Sommerlektüre empfehlen und freue mich auf den nächsten Roman der Autorin. 

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2 Gedanken zu „[Lesetipp] Since you’ve been gone – Morgan Matson

  1. Hallo 🙂

    Die Bücher von Morgan Matson mag ich auch sehr gerne 🙂 Allerdings warte ich immer lieber bis die Bücher auf deutsch erschienen sind. Das ist wohl meiner Faulheit zuzuschreiben. Im englischen müsste ich mich ja anstrengen und mir Mühe geben 😉

    Viele Grüße
    Corinna

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