[Lesetipp] Gebrauchsanweisung für London – Ronald Reng

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Well, well, well…Natürlich ist es nicht so verwunderlich, dass ich dieses Buch lese, da ich bekennende und unverbesserliche Londonliebhaberin bin. Die Frage, die ich mir nach der Lektüre gestellt habe: warum habe ich es erst jetzt gelesen?  Ronald Reng hat seine Londoneindrücke bereits 2004 im Piper Verlag veröffentlicht und für mich war es ein absoluter Lesegenuss. Da ich bereits einiges an Londonliteratur kenne und die Lesermeinungen durchwachsen sind, habe ich das Buch bisher immer etwas vernachlässigt. Zudem hatte ich Bedenken, dass es mehr in die Richtung eines Reiseführers gehen könnte. Als ich dann kürzlich erneut über das Buch in meinem Regal gestolpert bin, habe ich spontan reingelesen und bin unmittelbar hängengelieben.

„Ich schrieb (…) viele Briefe nach Hause, und wurde zunehmend verzweifelter, weil ich fühlte, meine Worte reichen nicht aus, um alle Wunder, die ganze Schönheit Londons zu beschreiben.“

Auch mir fehlen die geeigneten Worte, um mein Leseeindruck zu veranschaulichen. Selten lese ich Beschreibungen über meine Lieblingsstadt, in denen ein Autor es geschafft hat, auch meine persönliche Leidenschaft für die Stadt auf den Punkt auszudrücken. Ronald Reng gelingt es auf eine wunderbare Weise, seine eigenen Eindrücke und die anderer Londoner zu verbinden, um die Einzigartigkeit dieser fabulösen Stadt widerzuspiegeln. Neben der zahlreichen Vielfalt, gibt es eine Konstante: ist man erst dem magischen Zauber der Stadt erlegen, kann man sich ihr einfach nicht mehr entziehen.

„Londons Schönheit liegt nicht in seinen Monumenten und Wahrzeichen. Sie liegt in dem Alltag, im Miteinander der Menschen.“

In den Rezensionen von anderen Lesern habe ich entdeckt, dass ihnen in den Beschreibungen mehr zur Stadt an sich fehlt. Doch für mich leistet das Buch genau das! Wenn jemand, der dort lebt, beschreibt, was diese Stadt mit ihm macht, dann ist es für mich eine authentische Erfahrung. Unabhängig von ihrer persönlichen Situation oder ihrem sozialen Status sprechen alle Londoner eine Liebeserklärung an das atemberaubende, unvergleichliche London aus. Auf dem Papier konnte ich mit ihnen durch Notting Hill wandern, Cream Tea genießen, mit Autoren in englischer Literatur schwelgen und auch das Vorurteil des vielen Regens überwinden. Die Stadt ist ständig in Bewegung und ihre Einwohner entdecken jede Woche immer wieder neue, interessante Facetten. Man muss es wirklich selbst erlebt haben, um das nachvollziehen zu können!

Ich kann diese „Gebrauchsanweisung“ uneingeschränkt empfehlen für London-Newbies, aber auch Menschen, die bereits in London waren, da die individuellen Geschichten eine vergnügliche britische Lesezeit bereiten. Ronald Reng verbindet nützliche Informationen mit amüsanten Geschichten aus seinem Leben und dem Alltag der britischen Hauptstadt.

Abschließend kann ich mich nur den Worten des Autors anschließen:

„Ich liebe London leidenschaftlich. Obwohl ich mit dem Tischtennis durch die halbe Welt gereist bin, habe ich keinen Ort gefunden, der auch nur ansatzweise mit London mithalten könnte. (…) Ich möchte immer in London bleiben. (…) In 25 Minuten kannst du in London durch die ganze Welt reisen.“

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