[BritFlick] British humour at it’s best – Radio Rock Revolution

First things first: Ihr MÜSST diesen Film sehen!!! Und das nicht nur, weil die Vorlage dazu der Piratensender „Radio Caroline“ war. 😉

Musikkomödien kommen für mich selten so grandios daher! Ich weiß gar nicht, wo ich mit meiner Begeisterung für „Radio Rock Revolution“ (auch veröffentlicht unter den Titeln „Pirate Radio“ oder „The Boat that Rocked“) von Richard Curtis anfangen soll. 135 Minuten pures Lebensgefühl, gepaart mit exquisitem Humor und charismatischen Schauspielern. Und das big time!

„To all our listeners, this is what I have to say – God bless you all. And as for you bastards in charge, don’t dream it’s over. Years will come, years will go, and politicians will do fuck all to make the world a better place. But all over the world, young men and young women will always dream dreams and put those dreams into a song.“ (The Count in: Radio Rock Revolution, 2009, Richard Curtis)

Ich bin irgendwann mal über den Filmtitel in Philip Seymour Hoffmans Filmographie gestolpert. Die Storyline klang zunächst wenig aufregend: Der 18-jährige Carl (Tom Sturridge) wird nach einem Schulverweis wegen Drogenkonsums zu seinem Patenonkel Quentin (Bill Nighy) geschickt. Dieser ist Chef von „Radio Rock“, einem Radiosender, der aus der Nordsee 24/7 Rock ’n‘ Roll sendet. Andere Radiosender weigern sich diese zweifelhafte Musik zu spielen und auch die britische Regierung ist not amused. Mit Quentin lebt eine sehr lebendige Truppe an Radio-DJs auf dem Boot, die ein zügelloses und unerschütterliches Leben für die Musik und das weibliche Geschlecht führen. Inzwischen versucht der Premierminister (Kenneth Branagh) mit seinem Assistenten „Twat“ alles, um den Radiosender zu verbieten während zahlreiche Briten überall auf der Insel heimlichen ihre Lieblingscrew verfolgen. Das können der Count (Philip Seymour Hoffman) und seine Jungs jedoch nicht kampflos zulassen.

Dass Emma Thompson, Nick Frost, Bill Nighy und Philip Seymour Hoffman genial sind, brauche ich wohl nicht weiter zu erwähnen. So habe ich mich also ohne Erwartungen an den Film gewagt und war schon nach den ersten Minuten völlig Feuer und Flamme! Diese Musikkomödie hat einfach alles: Schauspieler, Story, Setting, die Musik und Filmdesign sind einfach bloody fantastic! Nicht zu vergessen die unterschiedlichen (britischen) Akzente.

Dieser Film ist einfach nur wunderbar britisch-sarkastisch und sorgt augenblicklich für gute Laune. Grund dafür ist neben der fabulösen Musik, die Männergemeinschaft auf dem Boot. Ich hätte es mir nicht vorstellen können, aber diese bunt gemischte Gruppe nimmt einen von Anfang an mit auf eine wunderbare Reise durch alle Themen des Lebens, für die es immer den passenden Song gibt. Sie sind weder unangenehm oder klischeebehaftet, sondern herzlich, skurril, lebendig und loyal. Dabei bleibt aber trotzdem noch genügend „Mann“ übrig. Nicht umsonst begeistern sie so viele weibliche Fans mit ihrer Passion für die Musik und ihren Erlebnissen auf dem Boot. Das mag alles immer noch nicht sonderlich spektakulär klingen, aber man muss es einfach gesehen und erlebt haben!

Ich habe Tränen gelacht und hatte nicht eine Minute Langeweile. Hier wartet fantastische Filmunterhaltung voller Energie, Humor, Freundschaft, Liebe, Sex, Drugs und natürlich Rock ’n‘ Roll. Auch die nötige Ernsthaftigkeit geht dabei nicht verloren. Einer der besten Filme, die ich in der letzten Zeit gesehen habe und für mich das männliche Pendant zu „Almost Famous“ mit einer Prise „Dead Poets Society“. 

CHEERS AND ROCK ON!

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5 Gedanken zu „[BritFlick] British humour at it’s best – Radio Rock Revolution

  1. Wir sind uns ja doch eher selten einig, was gute (oder schlechte) Filme angeht, aber bei RRR bin ich zu 100 % deiner Meinung (superb und so, gell? 😉 ) – möchte jeden zwingen, diesen Film anzuschauen. Aber ich glaube, man muss zu Lachflashs fähig sein, um den Film wirklich genießen zu können 😀

    • Haha, ja wir sind uns tatsächlich nicht so oft einig, was Filme angeht! Umso mehr freut es mich, dass dich dieser Film genauso begeistern konnte wie mich! Ich denke, wenn man Musik mag und britischen Humor versteht, kann man diesen Film nur lieben! 🙂

  2. Pingback: Sonntagstanz #16 | primeballerina's books

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